Elektroauto – (Vorteile im) Vergleich zu Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor

Elektroauto – (Vorteile im) Vergleich zu Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotor

Für die Anschaffung von neuen Elektrofahrzeugen, deren Brutto-Listenpreis (Basismodell) € 60.000 nicht überschreitet, steht nun bei Antragsstellung bis Jahresende bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen eine staatliche Umweltförderung als nicht rückzahlbarer Investitionszuschuss in Höhe von € 3.000 zu[1].

Darüber hinaus steht für Elektrofahrzeuge unter bestimmten Voraussetzungen eine Investitionsprämie iHv 14% von den Anschaffungskosten zu. Diese Investitionsprämie ist steuerfrei und reduziert nicht die Abschreibungsbemessungsgrundlage (§ 124b Z 365 EStG).

Zudem besteht seit 1.7.2020 für emissionsfreie Kraftfahrzeuge die Möglichkeit einer degressiven Abschreibung. Der Unternehmer kann jährlich 30 % des Restbuchwertes abschreiben (Halbjahr 15 %). Hingegen müssen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor über acht Jahre abgeschrieben werden.

Besteht für den Arbeitnehmer die Möglichkeit, ein firmeneigenes Kraftfahrzeug mit Verbrennungsmotor für Privatfahrten zu benutzen, dann sind je nach Emissionswert 2 % oder 1,5 % der Anschaffungskosten als monatlicher Sachbezug in Sozialversicherung und Lohnsteuer (max. € 960) anzusetzen. Elektrofahrzeuge (emissionsfreie Kraftfahrzeuge) sind gesetzlich vom Sachbezug ausgenommen. Es muss daher beim Arbeitnehmer überhaupt kein sozialversicherungs- und lohnsteuerpflichtiger Sachbezug angesetzt werden.

Ferner hat der (vorsteuerabzugsberechtigte) Unternehmer für Elektroautos einen Vorsteuerabzug, sofern der Kaufpreis nicht über € 80.000 liegt[2]. Pkw mit Verbrennungsmotoren sind vom Vorsteuerabzug ausgeschlossen.

Ferner sind Elektroautos (mangels CO2-Emissionen) von der motorbezogenen Versicherungssteuer befreit und nicht NoVA-pflichtig.

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[1] Zu den Voraussetzungen vgl. Umweltförderung für Betriebe

[2] Bei Anschaffungskosten von mehr als € 40.000 aber nicht mehr als € 80.000 steht der Vorsteuerabzug zwar zur Gänze zu, unterliegt jedoch einer Eigenverbrauchsbesteuerung mit dem nicht abzugsfähigen Teil (über € 40.000) der Aufwendungen.


Stand 01. Dezember 2020 (Trotz sorgfältiger Bearbeitung können wir keine Haftung für die Informationen übernehmen.)